Lange Zeit war unklar, ob und in welcher Form das diesjährige „Seriencamp Festival“ stattfindet. Coronabedingt lädt das Festival in diesem Jahr nicht nach München ein, um die neusten Serien auf der großen Leinwand der Hochschule für Film und Fernsehen zu bestaunen, sondern kommt direkt zu euch nach Hause. Dafür haben die Veranstalter eine kostenlose Streaming-Plattform eingerichtet, auf der jeder ab heute und bis zum 22. November in rund 80 Serien reinschauen kann. Nach einer kurzen Registrierung können in der Regel die ersten ein bis drei Folgen auf dem heimischen Bildschirm gestreamt werden. Neben aktuellen Highlights sind auch wieder zahlreiche Geheimtipps aus aller Welt im Programm.
Programm-Highlights
Das Camp bietet auch immer eine schöne Auswahl an Serien, die noch keinen Abnehmer in Deutschland gefunden haben. Darunter die vielversprechende Coming-of-Age-Serie „Capital Roar“. Sie erzählt vom jungen Simón der in den 1990ern an eine neue Schule in Bogotá in Kolumbien kommt, während das Land vom Drogenkrieg gegen Pablo Escobar geprägt ist. Auch die spanische Serie „Drama“ widmet sich den Problemen junger Erwachsener und beleuchtet das Leben einer jungen Frau, die plötzlich erfährt, dass sie schwanger ist und sich fortan auf die Suche nach dem potenziellen Vater macht.
Außerdem gibt es gleich drei Serien zu den aktuellen Coronageschehnissen: Mal witzig wie in „Quarantime“, mal beinahe schon dokumentarisch wie in „Centrum“ oder mal etwas ernsthafter wie in „Cancelled“. Wer nicht sämtliche Streamingdienste im Abo hat, kann auch die Gelegenheit nutzen in kürzlich gestartete oder in Kürze anlaufende Serien von Sky, Amazon Prime, Starzplay und vielen mehr zu blicken. Ich werde beispielsweise in das Horror-Drama „Lovecraft Country“ über Rassismus reinschauen und in die Miniserie „The Undoing“ mit Nicole Kidman und Hugh Grant in den Hauptrollen. Euer eigenes Programm könnt ihr euch ganz einfach hierselbst zusammenstellen.
Bilder: Seriencamp
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